Was aus „christlicher“ Religion gemacht wurde….,

                                                                              was Religion sein könnte

Überlegungen anhand des Neuen Testaments(Teil der Bibel),Voraussetzung für meine Überlegungen ist, dass die Bibel (Zürcher / Elberfelder) eine ziemlich genaue Übersetzung aus dem Urtext ist und die Recherchen der  beiden Prof. J. Schröter und K. Schmid stimmen.

Eine unglaubliche Geschichte vom unbekannten Gott in 3 Akten.

 

 

Ein Wort zuvor

 Die Entstehung dieser Streitschrift lässt sich auf eine weniger spektakuläre Begebenheit zurückführen. Der Pfarrer einer Ludwigsburger Gemeinde eröffnete einen Bibelgesprächskreis mit dem Neuen Testament. Wir waren ca. 12 an einer Diskussion interessierte Personen (2 Männer, 10 Frauen). Erst am 9. Kapitel des Evangeliums nach Matthäus kam es zur 1. Frage bei Vers 14 - 17. Was hat das Fasten mit einem alten Kleid, oder einem alten Weinschlauch zu tun. Der Pfarrer gab folgende Antwort: "Matthäus hatte einen Zettelkasten, in welchem viele Aussagen Jesu enthalten waren. Als er an den Spruch mit dem Kleid und Schlauch kam, dachte er, den Spruch an die Fastenfrage dranzuhängen". Seitdem lässt mich die Frage nicht mehr los, was beides miteinander zu tun hat. Ein katholischer Professor für neutestamentliche Exegese fand die Antwort: <Es muss einfach passen>, und beantwortet die ganze Geschichte, indem er sie auseinander pflückte (Publik-Forum  Nr. 23 /2024). Erst nach Befragung mehrerer Theologen mit ausweichenden Antworten kam ich zu den vorliegenden Gedanken, welche die Kirchen grundsätzlich in Frage stellen. Im Laufe der Kirchengeschichte dürften viele Skeptiker (Ketzer) an solchen und anderen Fragen ihr Leben aufs Spiel, oder gar verloren haben. Heute werden Skeptiker totgeschwiegen. 

Meine Streitschrift basiert auf dem Gedanken, dass das AT (alte Testament) nicht der Massstab Jesu ist und das NT (NeueTestament) auf das AT aufbaut und das nicht nur mit dem theologischem Anhang (alle Briefe und die Offenbarung).  Zum Anderen muss die ausschließliche Deutungshohheit der Kirchen / Theologie in Frage gestellt werden dürfen. 

                                                                                                     

 

 

 Akt I       Wie die Götter entstanden
  Die Menschen haben sich die Naturgewalten nicht erklären können und mit Ängsten reagiert. Da die Gewalten außerhalb deren Einfluss entstanden, wollten sie diese "Mächte" mit Gaben beruhigen bzw. bannen. Ob dies mit Demutshaltung oder Früchten erfolgte – es zeigte (selten) Wirkung. Dann steigerte sich die Opferhaltung, indem den Mächten Menschen, später Tiere, dargebracht wurden. Man musste   etwas Unbekanntem einen Namen geben, um damit umgehen zu können. So entstanden die Götter, auch der Gott auf Hoffnungen: Der Gott des Alten Testaments, nach menschlichen Vorstellungen.

 Je größer die Sippen wurden, desto leichter entstanden Missgunst und Feindschaft zwischen ihnen. Mit   der Zeit nutzten die Menschen die Macht der Götter für ihre Bedürfnisse. Zu Sippenkämpfen, zur Jagd, grundsätzlich in Notzeiten riefen sie ihre Götter zur Hilfe.  (C.G. Jung)

  Der Schöpfer des Kosmos wird in der Bibel im 1. Mose, Kapitel 1- 2 V. 1 geschildert. Ab V. 2 ist der Übergang zum iG feststellbar. Ab 1. Mose 12 redet Gott mit Abram, hiermit ist der Anfang zum Gott der Israeliten gesetzt.

  In Israel wurde die Götterwelt im Laufe der Zeit auf einen Gott reduziert. Das Zusammenleben erforderte   gewisse Verhaltensregeln. Da die Schrift in Israel zu der Zeit nicht bekannt war, die Generation der „Gesetzgeber“ endete, wollte die junge Generation sich von Vorschriften befreien. Deshalb wurden soziale Regeln einem der vielen Götter zugeschrieben. Somit sprach nicht der "weise" Mensch, sondern: "...und Gott sprach". Der instrumentalisierte Gott (iG) entstand und fand fatalerweise auch Aufnahme ins Neue Testament (NT).  

 (Jens Schröter und Konrad Schmid "DIE ENTSTEHUNG DER BIBEL" C.H. Beck, Seite 130 ff.)Die Tora entstand erst während der babylonischen Gefangenschaft. Die Israeliten setzten sich jedoch bereits zuvor intensiv mit dem Konzept „Gott“ auseinander. Es erscheint daher plausibel, dass von Menschen formulierte Überlegungen als göttliche Eingebung verstanden und als Worte Gottes interpretiert werden konnten.   Viele Wunder werden berichtet und daraus ergibt sich die Hoffnung auf ein erneutes Eingreifen Gottes.   

In einer allzu menschlich nachvollziehbaren Weise testete der iG die Glaubwürdigkeit seines Knechtes Abraham, nachdem ER diesem eine reiche Nachkommenschaft verheißen hat, und ER Sahra, der Frau   Abrahams, die versprochene Fruchtbarkeit bis ins hohe Alter vorenthielt. So fühlte Abraham sich   veranlasst, das Versprechen des iG selbst in die Hände zu nehmen, indem er seine Magd in den Schoß seiner Frau setzte, was dann doch noch zu dem versprochenen Teilerfolg führte. Dass Sahra das nicht verkraftete und Hagar, die Magd, sich entsprechend verhielt, führte zum Rauswurf Hagars samt Ismael - ihren Sohn - in die Wüste, wo sich iG den beiden erkenntlich zeigte und auch Ismael eine reiche   Nachkommenschaft versprach. Aber der iG hielt sein Versprechen und Sahra bekam doch noch einen   Sohn (1. Mose, Kapitel 15 und 16). Der iG wollte sich nochmals der Verlässlichkeit Abrahams   vergewissern, indem er seinen Sohn dem iG opfern sollte. Kurz bevor er seinen Sohn opfern wollte, erschien ein Engel und befahl ihm, stattdessen ein im Gestrüpp verfangenes Böcklein zu opfern. (1.Mose, Kapitel 22). Diesem misstrauenden iG überließ man die Führung über das Volk. Besiegte das Volk seine Feinde, so lag Gehorsam zugrunde – wurde das Volk geschlagen, lag die Schuld beim Volk. Dann war es "ungehorsam", hatte sich wieder an die fremden Götter gewandt. (das hat auch heute noch seine Gültigkeit, vor allem in der kath. Kirche <Das Christusdogma> E. Fromm).  Der iG hat Israel als sein   Volk, seine Kinder angenommen, wie auch Israel den iG als seinen Gott angenommen hat. Das hing mit der Befreiung des Volkes aus der Knechtschaft Ägyptens zusammen. Nachdem Israel in wundersamer Weise durchs Rote Meer zog und sich auf dem Weg durch die Wüste aus Goldgeschmeide ein   goldenes Kalb als sichtbaren Gott erschuf, ging Mose auf den Berg Horeb, sprach mit dem iG, der ihm sodann die 10 Gebote auf steinerne Tafeln schrieb, um dem Volk seine Forderungen sichtbar zu machen: "ICH habe euch aus Ägypten – der Sklaverei – befreit, nun fordere ICH euren Gehorsam" (2. Mose, Kapitel 19) und sehr bald suchten sie einen irdischen Vertreter ihres iG und   das wurde der Messias, eine zweite göttliche Gestalt als "Menschensohn", "Sohn des Höchsten“, „Erstgeborener vor aller Schöpfung", der die "ganze Welt" in Jerusalem zum ewigen Frieden   zusammenführen und Sklaverei und Krieg ein für alle Mal beenden würde. In Jesaja 52/53 wird der   Gottessohn als solcher beschrieben. Es handelt sich dabei um den von Israel erwarteten Messias, den Befreier, vom iG gesandt. Zu Rechthaberei, Krieg und Verderben führte der iG, nicht zur Versöhnung, und das bis heute. Es ist zu viel widersprüchliches im AT zu lesen, sodass es schwerfällt, dahinter einen "Gott" zu   sehen. Ein "Gott" müsste wissen, was er erschaffen hat, muss nicht kontrollieren und auch nicht eingreifen, um zu korrigieren. Darin offenbart sich der Mensch als "Schöpfer" des iG. Israel wird im AT als Augapfel Gottes   beschrieben. Das gilt für die Orthodoxen wohl auch noch heute mit allen Folgen, wie zu beobachten ist. Versprechen auf Landbesitz: „soweit das Auge reicht“, von Gott (iG) für Abraham (1.  Mose, Kap. 13). Es waren für das Volk Mutmacherzählungen - ob es Gideon, David und Goliath, die Erkunder des von Gott versprochenen Landes, der mehrmalige Umzug mit Trompeten um die Stadt, wobei die Stadtmauern einfielen waren - sie gaben dem Volk Hoffnung, nicht von ihrem Gott verlassen zu sein.  Dass die Schreiber der Bibel die Auswahl dessen trafen, was in die Bibel an monotheistischer Deutung aufgenommen wird, ist erwiesen.

Schröter&Schmid:  Die Entstehung der Bibel

Das Alte Testament ist ein Weisheits- und Geschichtsbuch, es ist zuerst ein Mutmach- und Hoffnungsbuch aber auf keinen Fall ein Buch welches Gott erklärt oder beschreibt. Alles was über Gott geschrieben steht, entspricht Wünsche von Menschen, die Gott als Retter aus Not, Befreier von Unterdrückern und Rächer an den Feinden sehen, es ist der Gott Israels mit ungeahnter Konsequenz, eben ein instrumentalisierter Götze und führt noch heute zu Rechthaberei, Krieg und Verderben, nicht zu Versöhnung (z. B Ultraorthodoxie in Israel) 

 

                                                                 

 

 Akt II       Jesu Leben und Wirken

 Dann kam Jesus und sagte: "Ich bin nicht gekommen das Gesetz aufzulösen, sondern zu erfüllen". Er hat es erfüllt und wollte bzw. will uns damit zeigen, dass auch wir das könnten.  Nur hatte Jesus konsequent sein Gottesverständnis (die Liebe) gelebt, bis in den Tod. Das fiel den Schriftgelehrten unangenehm auf und uns schwer. Jesus ist ein Mensch wie du und ich. Shalom Ben-Chorin hat mit dem Sat: <der Glaube Jesu einigt, aber der Glaube an Jesus trennt> einen entscheidenden Satz geprägt. Jesus ist kein Wundertäter, die Liebe bewirkt Wunder. Das sehen wir an den Versuchungen welchen Jesus (wie wir) ausgesetzt war. Allmachtsphantasien entgegnet Jesus mit Demut und Ohnmachtsgefühlen mit Liebe, hören auf den Schöpfer (Matth. 4 Verse 3-11) .

Jesus hat mit den Seligpreisungen (Matthäus 5, V. 3 ff.) ein Leben der "Gott"wohlgefälligkeit gezeichnet:

 "Die Leidtragenden sollen getröstet werden; denen die geistlich arm sind, (besser: von der Gesellschaft gemieden), gehört das Himmelreich; die Sanftmütigen werden das Erdreich besitzen; die da hungert und dürstet nach Gerechtigkeit, sollen satt werden. Die Barmherzigen sollen Barmherzigkeit erlangen; die reinen Herzens   sind, sollen Gott schauen; die Friedfertigen werden Gottes Kinder heißen; denen die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, gehört das Himmelreich". 

Die Betonung liegt nicht auf der Verheißung, sondern in der Haltung, (außer den geistlich Armen).   Diese Haltung bedarf einer Einstellung, einer Entscheidung  gegen Emotionen und sieht nicht nach einer Massenbewegung aus; es ist ein Schritt auf`s "Wasser".

Es ist ein Bild, eine Richtschnur, zu der Bonhoeffer meinte, mit der Bergpredigt steht oder fällt die Kirche (?). 

Jesus ging von einer persönlichen Beziehung zum Schöpfer aus, die ihren Ausdruck in einer gelingenden, demütigen, wertschätzenden menschlichen Gemeinschaft (und Natur) mit Verantwortungsbewusstsein findet. Nicht predigen, sich selbst kontrollieren; nicht vorleben, sondern leben.
         Jesus suchte sich seine 12 Jünger – Fischer und Zöllner – aus  den Einfachen und Verhassten des Volkes: ein klarer Affront gegen die bestehende Gesellschaftsordnung. 

Jesus hat nicht angeklagt wie Amos. Er nahm sich der Unterdrückten an, verkehrte mit dem gemeinen Volk. Deshalb wurde er von den Schriftgelehrten gehasst und verfolgt bis zu seinem Ende, was bald erreicht war. Jesu unendliche Liebe zum Geschöpf zeigte sich im Widerstand gegen das Böse. Dies war keine spontane Wahl, sondern das Ergebnis seiner bewussten Entscheidung für die Liebe.

Dem Besessenen geht er entgegen mit Liebe, stößt auf dessen Not öffnet seinen Mund und Herz und befreit von Besessenheit (Markus 5 V. 1-20) Liebe macht Blinde sehend und Stumme wieder sprechend (Markus 3 V. 22-27). Oder im Wasser/Wein-Wunder -  (im Evangelium nach Johannes Kap. 2 Vers 7) wird aus Enttäuschung, aus Hilflosigkeit wieder Freude geschöpft. Eugen Drewermann gibt Erklärungen zu den Wundern, die diese verständlich machen.

Amos  (AT)  berichtet von den damaligen Zuständen: <Die Reichen wurden immer reicher und das "gemeine   Volk" durch Steuerdruck immer ärmer. Die kleinen Bauern kamen in Schuldknechtschaft und mussten   ihre Produktionsmittel und ihr Land abgeben. Zur Geldaristokratie, den Reichen, zählten auch die Schriftgelehrten, die große Distanz zum "Kleinen Mann" hatten > (E. Fromm "Das Christusdogma"). 

Die persönliche Beziehung zu "Gott" kommt in Matthäus 6, V. 6 zum Ausdruck. Der Zugang zu „Gott“ steht jedem Menschen offen, es bedarf keines Mittlers. "Du aber, wenn du betest, gehe  in deine Kammer, schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dich  belohnen". Jesus hat mit "dein Vater, der ins Verborgene sieht" unser Gewissen gemeint, das als Beschützer gleichzeitig eine   Kontrolle ausübt. Somit ist die Eigenverantwortlichkeit eindeutig. Der Mensch - kein "Gott" - ist für sein Handeln selbst verantwortlich

 Die katholische Kirche machte aus der" Kammer" den "Beichtstuhl" und aus "dein Vater," den im Verborgenen sitzenden "Priester" Der iG – der unbekannte Gott – kommt mitten in das Leben jedes Einzelnen. Jeder hat es selbst in der Hand, kein  iG. Das ist revolutionär und aus heutiger Sicht war/ist Jesus ein Psychotherapeut, er hat eine neue Zeit  eingeleitet, doch die Religiösen wussten das zu verhindern, indem sie am iG  fest  hielten.  

 Schon im Jahre 140 mahnte Markion, ein frühchristlicher Lehrer aus Pontus, der in Rom lehrte, die Trennung vom AT an und wurde als Ketzer verunglimpft. Markion hat zwar damit die Bedeutung Jesu heraus gestellt, aber offensichtlich Paulus (leider) in der religiösen Wirkung mehr zu getraut.

 Jesus hat nicht das Volk (wie der iG) angesprochen, er hat sich dem Einzelnen zugewandt. Warum sollte der Schöpfer den Menschen mit Verstand "segnen", wenn ER ihn gleichzeitig für seine Freiheit bzw.  Segnungen mit Ge- bzw. Verboten einengt?  Ehrfurcht bzw. Angst waren die Blockade, den iG infrage zu stellen, sowie Jesus Satz von der „Sünde wider den Heiligen Geist“, womit er die Schriftgelehrten ansprach, die ihm einen bösen Geist unterstellten. (Markus 3 V. 28.30). 

Der Schöpfer hat eine perfekte Welt geschaffen und hat uns Menschen eine perfekte Welt überlassen. Liebe < > Frieden <> Liebe> Leben!   Hass <> Krieg <> Hass >Tod! – wir entscheiden über uns und unsere Welt. 

Irreführend ist auch, wenn Jesus gesagt haben soll: "Plappert nicht wie die Heiden" (Matth. 6 Vers 7)   und einige Verse weiter (Vers 9) lehrt er seinen Jüngern "das Vater unser", welches aus dem   jüdischem iG-Verständnis kommt. Der Nachsprechende macht sich dabei zum Kind, übergibt seine Verantwortung dem iG.  

Dass im Neuen Testament NT immer Bezug auf das Alte Testament AT genommen wird, war für die Schreiber des NT selbstver-ständlich (?), aber irreführend, da das AT den iG beschreibt und Jesus bei seinem Gespräch mit den Jüngern des Johannes dem iG eine bildhafte Absage erteilt, denn in Matthäus 9,  V. 14–17 steht: "Da kamen die Jünger des Johannes zu Jesus und sprachen: „warum fasten wir und die  Pharisäer so viel und deine Jünger fasten nicht?“ Jesus antwortete ihnen:

„wie können die Hochzeitsgäste Leid tragen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten. Niemand flickt ein altes Kleid mit einem Lappen von   neuem Tuch, denn der Lappen reißt doch wieder vom Kleid ab und der Riss wird ärger. Man füllt   auch nicht neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche verderben. Sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche, so bleiben beide miteinander erhalten“. 

Jesus meinte damit den iG, den instrumentalisierten Gott, den Garant und Hüter der vielen Gebote. Beides wurde von weisen   Menschen erdacht.  Jesus fand die Gesetze (10 Gebote) auch hilfreich für unser Leben. Der iG ist und bleibt eine Visionder Jesus Wirkung dadurch verlieh, indem er die Wertschätzung zum Mitmenschen und somit auch zum   Schöpfer lebte, in Wort und Tat. Somit hat Jesus die "Himmelsgestalt" erlebbar gemacht, auf den Boden gestellt. 

Es ist fatal, aber logisch, dass die Kirchen an der Verbindung beider Testamente festhalten: Sollten sie diese Verbindung kappen, gäbe es keine Kirchen mehrAnscheinend wurde der Missionsaufftrag, wie in Markus 16 ab Vers 15 beschreibt, nachträglich angehängt (?)

Eine persönliche Beziehung zum Schöpfer hat auch zur Konsequenz, nicht dem "Schwarm" zu folgen, sondern sich ständig zu reflektieren, infrage zu stellen, und dennoch in sich zu ruhen, ohne Bestätigung vom Nächsten für sein Tun und Lassen zu erwarten.  Das Verhalten des   Nächsten wird meist durch das meine bestimmt. Bei Jesus geht es um den Einzelnen und dessen Beziehung zum   Nächsten und Schwächsten und nicht zu Gott.

Ein Schwarm setzt sich überwiegend aus an Sicherheit leidenden, begeisterungsfähigen Individuen zusammen, wobei sich daraus schnell ein sich sicher fühlender "Führer" entwickelt, der jedoch im Kern seines Wesens nicht seine Unsicherheit abgelegt hat, sowie auch die Übrigen, der Schwarm. Das kann man an fast allen Despoten beobachten, die sich einer Ausschließlichkeit von Argumenten bedienen.

Die Erzählung über Jesus (Matth. 14, V. 25), in welcher er auf dem Wasser seinen Jüngern entgegenlief, ist eine gute Ergänzung dazu. Petrus sah Jesus, stieg aus dem Boot, um IHM entgegen zugehen. Offensichtlich verließ ihn das Vertrauen in sein Wagnis. Seinen Weg im Vertrauen auf sein Innerstes, seine Seele/sein Gewissen, muss jeder selbst gehen. Entweder trägt   das Wasser (der "Glaube") oder man sucht Halt beim Menschen und geht in der Masse unter.

"Wasserläufer" haben Vertrauen. Vertrauen ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis, welches in der Anwendung beim Nächsten allzu leicht als Naivität abgetan wird. Wir Menschen zeigen uns allzu gern von einer unangreifbaren Seite, streuen also Misstrauen in den Versuch des Trauens, was mit der menschlichen Unvollkommenheit zu tun hat. Glauben bedeutet, der Liebe zu vertrauen; dies schafft Verletzlichkeit, aber auch Verlässlichkeit.

Liebe bezieht sich auf uns Menschen, wie oft beurteilen wir nach Verwend- und Verfügbarkeit, ist "er/sie" intelligent, schnell, schön. Was bedeutet heute: "bis der Tod euch scheidet!"   Liebe hat viel mit der vom Schöpfer geschaffenen Welt zu tun. Es wird auch hier nach menschlicher Verwendbarkeit, unserem Nutzen beurteilt: Boden (Entwässerung der Moore, Verdichtung, Pestizide, Gülle, Straßenbau,etc.) Wasser (Verschwendung, Verschmutzung der Flüsse und Meere, Grundwasser,etc.), Luft (Fluor,  Kohlendioxyd, etc.), Tiere ( Tiersterben, Mast, Ertragssteigerung, Züchtung, Massentierhaltung, Transport, etc.) und   Pflanzen (Rodungen, Monokulturen, Gentechnik, Pestizide, Überdüngung, etc.). Wo bleibt das Bewusstsein, ein Rad im System zu sein?

  Jesus fragte seine Jünger: "was sagen die Leute von mir, wer ich sei?" Darauf sagten sie: "Elia, oder   Johannes" – "und was sagt ihr"? Sie sagten „Christus“, was mit Messias gleichzusetzen ist. Jesus befahl ihnen, niemandem das zu sagen. Hätte das Volk geglaubt, er sei der Messias, hätten sie ihn zum starken Führer gemacht. Dadurch wäre Jesu Mission, Demut und Liebe zu leben, die Gesellschaft am Umgang mit ihren Schwächsten zu messen gescheitert und er wäre als Aufrührer von den Römern hingerichtet worden.

Wenn Jesus am   Kreuz gesagt haben soll: "Es ist vollbracht" (Psalm 20, Johannes 19 V. 30), dann kann man daraus   schließen, dass alles, was danach geschrieben bzw. geredet wurde, nicht "heilsnotwendig" ist, sondern Theologie. Zum anderen kann man dem Ausspruch entnehmen, dass Jesus sein Ende schon vorher gesehen hat. Zu den Theologen gehört Paulus, der Evangelist Johannes, der Schreiber der Offenbarung, der Brief an die   Hebräer und verschiedene "Kopierer" von Paulus. Sollte er gesagt haben: "Mein GOTT, warum hast DU   mich verlassen" (Matth. 27, V. 46, Markus 15 V. 34), ist nicht nachzuvollziehen, warum Gott sein Vater   sein soll. Eher kommt dies durch den Ausspruch "Vater vergib Ihnen, sie wissen nicht, was   sie tun" (Lukas 23, V. 34) angesichts der Todesqualen – die nicht nachvollziehbar sind – zum Ausdruck. Das entsprach seiner Vorstellung von Gott, Jesus war im jüdischen Glauben groß geworden. Man kann davon ausgehen, dass viel manipuliert wurde, um den Anschluss

zum iG (AT) herzustellen. Und warum sollte sich „Gott“ durch Jesus erst nach Tausenden von Jahren offenbaren? Es ist vielmehr so, dass Jesus eine Vorstellung vom Schöpfer hatte und diese in Worten und Taten gelebt hat (Matth.   Kap. 6, Vers 6). Sollte -  was zu bezweifeln ist - Jesus  zu oder über Petrus gesagt haben: "Auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen", so war ihm bewusst, auf welch fragilen Kalkstein sich seine Gemeinde gründet.  Petrus war wankelmütig wie ich und du.  Es ist zu vermuten, dass die Bibel erst später um diesen Satz ergänzt wurde, damit wurde die „Kirche“ legitimiert. 

 

 

 

 Akt III       Was aus Jesu gemacht wurde.

 Dann kam die Theologie und Jesus wurde genauso instrumentalisiert wie der iG und zum Messias/Christus erklärt mit Berufung auf Jesaja 52/53 AT. Warum mussten die Schreiber des NT nach dem Evangelium von Jesus (Matth. , Markus, Lukas) noch Theologie anhängen? Alles, was Jesus über das Gebet sagte, ist von Paulus ins Gegenteil verkehrt. Er machte das Gebet   öffentlich, indem er für die beten ließ, die in Gefahr standen, vom Glauben abzukommen. Er "ermahnte   seine Kinder" (1. Korinther 1, V. 10); "ich habe von euch gehört, dass …“. Kontrolle, die jeder in seinem   persönlichen Gebet mit „Gott“ über sich hat, wurde ausgelagert. Paulus sprach das Kollektiv an (z. B.   “ihr Männer von Athen“; Apostelgeschichte, Kap. 17, Vers 22). Es wurden durch Paulus Diakone und   Älteste berufen (Philipper 1 V.1; 1. Timotheus 3 V. 8); somit wurde ein hierarchisches

System geschaffen, den "Hirten und vor allem den Schafen" ihr Platz   zugewiesen. Während des polytheistischen Zeitalters fand Jesu Botschaft der Nächstenliebe zunehmend Anklang im römischen Reich. Diese Botschaft wurde vor allem von den ärmeren Bevölkerungsschichten angenommen und stieß bei den Anhängern anderer Gottheiten auf Ablehnung und Verfolgung.  <Erst im 4. Jahrhundert, nachdem die christliche Religion den Gebildeten als höchste Philosophie dargestellt wurde und Kaiser Konstantin das Potenzial dahinter erkannte, wurde das erste Konzil   im Jahre 313 einberufen und 380 diese Religion zur Staatsreligion erklärt. Darauf hat die frühe   Kirche, deren Hirten reagiert, indem sie Menschen, welche sich ihnen bzw. dem Glauben anschließen wollten, ein Jahr lang darauf überprüften, ob diese entsprechend lebten, um sie als Schafe danach aufzunehmen, bzw. als Böcke abzulehnen. Das   Christusdogma“ E. Fromm, Seite 74.> 

 Dieses Potential erkannte die frühe Kirche und somit ist der Antichrist in das Werk Jesu eingedrungen.  Dass Jesus zu seiner Zeit zu Gott, bzw. zum Sohn Gottes erklärt wurde ist nachvollziehbar, dass es noch heute Gültigkeit hat, allerdings nicht.  Paulus war der Wegbereiter der großen Kirchen, ob er dies wollte, kann bezweifelt werden. Er gab den Anstoß: <Christus hat es für euch getan, ihr müsst "nur glauben“ und durch sein Opfer am Kreuz seid ihr begnadigt>; das war auch lange Zeit das Kredo/Dogma der evangelischen Kirche. Paulus, der 1. Theologe des NT, schrieb um 50 n. Chr. den ersten Brief an seine Gemeinde in Korinth. Die   Schreiber der Evangelien verfassten erst um 70–90 n. Chr. ihre Schriften. Paulus hob auch die Opferlammtheorie in den Vordergrund. Im Römer Kap.3 ab Vers 33 wird das "Opferlamm Gottes" - stellvertretend für unsere Sünden - erwähnt, in Bezug auf die Opfer, die der iG am Anfang von seinem Volk forderte (Abraham). Somit ist die Ansicht Paulus   über Jesus wohl maßgeblich ins NT eingeflossen. Der Satz von Paulus "Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsere Predigt leer, leer auch unser Glaube!"(1. Korinther, Kap. 15 V. 14) hat der Theologie, dem Dogma, den Weg bereitet und die Botschaft und das Leben Jesu in den   Hintergrund gedrängt. Somit ist Christus, der Messias, ins NT gekommen – mit fatalen Folgen. Dazu war Auferstehung, Himmelfahrt und Wiederkunft zwingend im Sinne des Sohnes des Höchsten, des Messias, Christus.                             Wahn, der Sinn ergibt.

Paulus hat sich "Kraft des Heiligen Geistes" berufen gefühlt,  Jesu "unvollkommene“ Botschaft durch   dessen zu frühem Tod zu einem für Paulus „sinnvollem Ende“ führen zu müssen, indem er alles vergeistigte, was Jesus lebte. Auch hat er den Griechen in Athen ihren unbekannten Gott mit Jesu Auferstehung erklären wollen. (Apostelgesch. 17 V. 23- 34)    

 Dass die Seele vom Menschen ausgelagert, Gott unterstellt wurde, ist in Verbindung mit den Ängsten vor Naturkatastrophen zu sehen; somit verfügt nicht der Mensch über seine Seele, sondern der iG (am Beginn der Menschheit). Und da "der Heilige Geist der Sachwalter Gottes" ist und kaum einer -  außer den Theologen - etwas mit dem Heiligen Geist anzufangen weiß, haben geschäftstüchtige Religiöse die Verbindung Gott–Seele    zum einträglichen Geschäftsmodell gemacht.  Angst - Hoffnung,  Hass - Liebe, Ungewissheit und Unwissenheit sind Instrumente des größten Kapitalunternehmens, der Kirchen. Was Gott anbelangt, sind nur die Gelehrten kompetent und deren "Schafe" infantilisiert. Nur Kraft des Heiligen Geistes (Hermeneutik) kann der "Laden" zusammengehalten werden.

 

(Eine Parallele: die "Wissenschaft" wird oft vom Volk als zu kompliziert angesehen und vom Kapital mit oft mangelnder Verant-wortung im ethischen Sinn kapitalisiert.)

 

Weltgebetstage, Friedensgebete u. ä. Veranstaltungen sind BeruhigungstropfenOpium für die   Betenden, die Kirchen, deren Angestellte und nicht mehr. Es wird aus dem iG  ein "erbärmlicher"  iG gemachtwenn "seine Gläubigen" in der Kirche rufen, <Herr erbarme dich>, wo doch die   Mehrzahl (?) der Menschen einen Verstand und Willen haben und über Entscheidungsfähigkeit   verfügen sollten. (Infantilisierung; der Mensch schiebt die Verantwortung von sich, wie im "Vater unser") Wir Menschen richten uns doch selbst vor allem durch unsere Sprache, Entscheidungen und Handlungen

Feuerbach hat recht mit dem zweiten Teil seines SatzesNicht Gott hat den Menschen geschaffen, sondern der Mensch Gott! Der iG reagierte noch nie, wenn Völker umgebracht wurden. Bei einer religiösen Veranstaltung im 21. Jh. fragte eine Frau einen Theologieprof. "Warum lässt Gott das alles zu?", worauf der Prof. antwortete: "Das weiß ich auch nicht, aber wenn ich bei IHM bin, werde ich IHN schon fragen". Für wie einfältig hält die Kirche ihre Schafe?  "Gott" muss als Seele, als Gewissen verstanden werden, die/das jedem Menschen innewohnt. Nicht „Gott“ (iG) schreibt Geschichte, sondern wir Menschen!

 Die Geschichte vom Paradies ist dafür ein Bild. Die Seele wird in einem "geschützten Raum" so lange gepflegt und genährt, bis der Verstand, die Selbsterkenntnis sich so entwickelt hat, dass Gut und Böse, Verantwortung für das Tun des Menschen vorhanden ist. Dann sollte die gesättigte Seele den Verstand dominieren und alle Entscheidungen im Sinne des Gewissens treffen. Dann kann der Mensch in die   Gesellschaft eintreten, er ist gerüstet. Beten im Sinne von Jesus heißt, zu sich selbst zu kommen, in sich zu gehen, auf unser Gewissen zu hören und danach zu handeln. "Gott" ist unser Gewissen und wenn das verschüttet ist, ist unser wahres Menschsein defekt. Wir sehen ja, wie schnell der Verstand, oftmals von Emotionen überlagert, über dem Gewissen dominiert, an der Geschichte von Kain und Abel. (1. Buch Mose Kapitel 4)

Ein schöner Vergleich zur "Paradiesgeschichte" ist die Entwicklung zum Schmetterling. Aus dem Ei schlüpft eine winzige Raupe und frisst und frisst, wird immer dicker und dicker und häutet sich mehrmals. Nach der letzten Häutung bildet sich ein Schutzmantel, der Kokon, und darin entwickelt sich der  Schmetterling, bis er aus dem Kokon entfliegt.  Wir Menschen sollten so lange mit  lebens-notwendigen Stoffen – echter, selbstloser Liebe – gefüttert werden, bis wir uns von unseren Eltern abnabeln und uns zum selbstständigen Menschen (Kokon) entwickeln könn(t)en, das heißt, das uns bestimmte Leben leben können, wenn die Eltern nicht meinen, am "Kokon" etwas verbessern zu müssen (Remo Largo, Entwicklungspsychologe "Das Kind, Kind sein lassen"). Je nach Prägung gelingt es, oder wir sind eine Kopie der Erzieher und werden immer danach fragen, wer wir sind (oder auch nicht), woran auch die Schule mit Frontalunterricht ihren Anteil hat. (Der KOKON ist Schutz vor äußeren und geistigen Gefahren).  Wer als Kind nicht Seelennahrung – echte, selbstlose Liebe – bekam, sucht sein Leben lang, um inneren Frieden, das Paradies zu finden. Der erste Test auf die echte, selbstlose Liebe erfolgt während der Pubertät; meistens steht der Pubertierende als Verlierer vor den Erziehern, was sich in den folgenden Jahren als fatal erweisen   kann. Dann lernt der Jugendliche, es mit der Wahrheit -  der echten Liebe -  nicht so ernst zu nehmen und mit Lügen (der Erwachsenen) umzugehen.  Gut dagegen, wer sich als Erwachsener mit dem Jugendlichen auf Augenhöhe bewegt. Wahrhaftig sein heißt, auf Eindeutigkeit, einer Identität von Wort und Tat zu achten und dazu ist Liebe das unabdingbare Element. Letzteres Verhältnis dürfte Persönlichkeiten   hervorbringen. Das Gegenteil, Unwahrhaftigkeit führt über beherrschen wollen zum beherrschen und letztlich zur Diktatur im Kleinen wie im Großen.  Hier ist die Zeit, in welcher sich "das Wissen um das Gewissen" entwickelt und um „eingebrannt" zu sein, gehört die "echte, selbstlose" Liebe dazu. Das ist der „Vater“, der Schützer und   Kontrolleur (Matth. 6 V.6) Konnten die Eltern die Liebe ihren Kindern nicht geben (z. B. die Kriegsjahrgänge, Ehezwist), haben die   Jugendlichen das Gefühl, nicht zu genügen und bringen mitunter Höchstleistungen im Leben und Beruf, um Anerkennung von den Eltern und der Gesellschaft zu bekommen. Natürlich können diese unterversorgten Menschen auch zerbrechen, oder aggressiv werden. Beispiele zeigt die Geschichte bis in die Neuzeit (Autokraten).  Das AT ist ein Weisheitsbuch – natürlich auch ein Geschichtsbuch - wie kein zweites auf der Suche nach   Lebenssinn. Der iG (AT) zur Deutung fähige, führt noch heute zu Rechthaberei, Krieg und Verderben, nicht zu Versöhnung (z. B Ultraorthodoxie in Israel) 

Blaise Pascal hat eine einleuchtende Erklärung für unsere Unvollkommenheit. Der Mensch bedarf eines    "Gottes", Seelennahrung, um vernünftig und verantwortungsbewusst zu leben um evtl. dem "Schöpfer“ ähnlich zu werden, d. h. Krönung der Schöpfung zu seinDann läge Demut in der Größe und ohne den Schöpfer (Seele, Gewissen) liegt Größenwahn in unserer Unvollkommenheit. Das Ergebnis erleben wir zurzeit. Nicht der iG macht ein Ende mit den Menschen (AT Zephania + NT Offenb. 21 V.1) und unserer Welt, das schafft der Mensch selbst. Der Mensch ist dabei, die Worte aus dem 2. Petrusbrief (Kap. 3 V.   13zu erfüllen: "wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung". Mittels Selbstverwirklichung, Atomwaffen, Genmanipulation, KI, etc. sind wir nah dran. 

 Alle Religionen, auch diejenigen vor der jüdischen und christlichen, hatten in ihren Vorstellungen die Himmelfahrt – ein Danach –, weil der Mensch sich nicht mit seiner Endlichkeit abfinden will. Der Tod ist schlecht hinnehmbar und deshalb hat der Mensch ein "Jenseits" erfunden, weil seine Seele vernachlässigt wurde und im Alter angesichts des Todes aus Angst nach inneren Frieden sucht. Es gibt einen wunderschönen Kalauer: "Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann war es auch nicht das Ende". Dabei kommt Religion ins Spiel und der "gnädige Gott".  Der „Gott“ der Israeliten (iG) verfolgt uns bis ins Jetzt; ohne IHN würde die Kirche nicht  existieren.

Was mit Wissen geMacht wird, ist den Wissenden überlassen. Neugier ist im Ansatz neutral. Galilei Galileo hat mit seinem Wissen die „Wahrheitshüter" bloßgestellt. Lise Meitner hat bei der Atomspaltung nicht die davon ausgehende Gefahr und Möglichkeit sehen können, es gab und gibt kein zurück. Wissen ist Macht, ist im Ansatz falsch, da Macht von Angst gespeist ist. Wissen muss immer mit Verantwortung verbunden sein. Angst ist – im Ansatz – zur eigenen Sicherheit sinnvoll, im Extrem- und Krankheitsfall jedoch der Auslöser von Macht bzw. Verderben (Hitler, Stalin, Trump, Putin, etc.) Dass das mit einer lieblosen Erziehung zusammen-hängt, ist naheliegend, Verkümmerung   des Gewissens, Mangel an Liebe. Schaut man sich die "Mächtigen" der Welt zurzeit an, hat man den   Verdacht, dass der "Kleinste"  der "Mächtigen" als erster zum Wahnsinn fähig wäre. Religion gehörte schon immer zum Instrument der "Mächtigen" (das hat schon Konstantin erkannt); das muss nachdenklich stimmen.  Offensichtlich   sind religiöse Menschen im Schwarm leichter zu verführen, da sie instrumentalisiert, infantilisiert   und letztlich immunisiert sind, d. h. folgsam. Darauf baut z. B. Donald Trump bei den Evangelikalen, Putin mit dem Pope Kyrill u. viele Andere. Religion hat eine helle und mehrere dunkle Seiten. Der Mensch   wollte dem iG schon immer sein Geheimnis entlocken, nachzulesen in der Geschichte vom Turmbau zu   Babel [1. Mose, Kap. 11]. Dies setzt sich bis heute fort, wo bei Genf eine kilometerlange Röhre der   Entstehung des Kosmos auf der Spur ist. Je mehr der Mensch die Geheimnisse des Lebens hinterfragt und beantwortet, desto größer werden die Ängste vor und die Suche nach dem noch Unbekannten, der Transzendenz. Diese Ängste kommen aus dem vernachlässigten Gewissen.

 Der einzelne Mensch muss nicht den Schöpfer suchen, sondern sich finden.

Ich komme auf die Paradiesgeschichte nochmals zurück. Der "Sündenfall" hat nichts mit der Erkenntnis , dem Wissen zu tun, sondern mit der Frage der Schuld. Die Schuldzuschreibung ist dabei das eigentliche Thema und das bis heute. Ob es um Kriegsbeginn, Ehestreit, Patentfinder, etc. geht Die "Schlange" ist Teil unseres Gewissen!

 Am Anfang herrschten Naturgewalten (Götter) über den Menschen. Am Ende "beherrscht" der Mensch zwar weitgehend die Naturgewalten - außer den ABC-Waffen - jedoch nicht sein Selbst. Der Mensch sollte den Schöpfer in Ruhe lassen und IHN nicht für alle Misserfolge verantwortlich machen. Man muss nicht wissen, wer ER ist und was ER tut Wir sollten besser unser Tun und Lassen reflektieren und dafür Verantwortung übernehmen.

Die vollkommene Welt wurde geschaffen, und der Mensch sollte sie mit Verstand und Seele pflegen, statt sie zu zerstören. Stünde das Gewissen vor dem Materialismus, wäre der Mensch gesund. Der Kommunismus wäre keine Ideologie, sondern könnte das Leben in Eintracht, Liebe und Verständnis sein. Der Mensch ist von Geburt aus heil, gesund und wird durch Erziehung - ohne Wahrhaftigkeit (Selbsterkenntnis) und Liebe - verdorben (Kokon).

Die kath. Kirche hält vor ihren Gläubigen an der "Heiligen Schrift" fest als die Wahrheit (iG), seelisch bleibt der Katholik ein Kind, unmündig, deshalb gibt es auch die Mutter Gottes.  

<Für die katholische Masse sind nicht mehr die Herrschenden schuld an der Trostlosigkeit und dem Leid des Lebens, sondern die Leidenden selbst. Indem man leidet, sich selbst entmannt – infantilisiert – findet   man einen Ausweg aus dem drückenden Schuldgefühl und hat eine Chance, Verzeihung und Liebe zu erhalten. Diesen Prozess der Verwandlung der Vorwürfe gegen Gott und die Herrschenden in   Selbstvorwürfe hat die kath. Kirche in meisterhafter Weise zu beschleunigen und zu stärken verstanden.>  E. Fromm, "Das Christusdogma" S. 64/65. Das geschah ganz im Sinne des israelischen iG (ist das Volk nicht Gott iG treu, schützt ER es nicht)  (Jesaja Kap. 60 ff) .

Die Unmündigkeit trifft auch auf die meisten evangelischen Mitglieder zu; sie fühlen sich in ihrer "Blase" wohl. "Infantilisiert (Taufe) -   Instrumentalisiert (Konfirmation) -   Immunisiert (‘Glaube ist Privatsache, der "erwachsene Christ“)." Der Zeitenwandel ist der ev. Kirche wichtig, sie legt in ihrer Argumentation besonderen Wert auf hermeneutische Ansätze durch den Heiligen Geist: So wurde aus der „Heiligen Schrift“ die Bibel, aus der Jungfrauengeburt eine junge Frau und aus der Auferstehung das Aufstehen beziehungsweise der "Beginn eines neuen Lebens".  Die Taufe galt unter den Israeliten als Erinnerung an den Weg durch die Wüste, durch den Jordanfluß ins verheißene Land - den Israelis war es Wert, dies als Taufe zu praktizieren;  die Kirchen machten die Kindertaufe daraus. Wenn Jesus sagte:   Lasset die Kinder zu mir kommen, so hat die Kirche das Kindlein mit der Taufe zum iG geführt. Zu der Bemerkung Jesu ist derWunsch des Kindes erforderlich, die Kirche und Eltern hingegen verfügen über   das Kind und taufen. Das ist das materielle Fundament der Kirche.  Aus Pfarrer:in wurde Psychotherapeut:in, aus Nächstenliebe Sozialstationen, daraus wurde der monetäre Sozialstaat.  Man kann gespannt sein, was noch alles aufgeweicht wird, um "glaubwürdig“ zu bleiben bzw. existieren zu können; oder die ev. Kirche versöhnt sich mit der "Mutterkirche" und wird assimiliert. Ob es dabei um die Existenz der Kirchen oder des Glaubens geht, entscheidet der Einzelne, die "Gläubigen", der Schwarm, oder die Angst vor dem Jenseits, wozu die Religion ihren Beitrag geleistet hat, und kurz vor dem Tod durch Handauflegung, Ölung und tröstende Worte wieder nimmt. Dabei   helfen Mythen, Mystik und der iG.   

Dabei ist die Botschaft Jesu, sein "Leben" zeitlos, wichtig und das heute mehr denn je (...und dein Vater, der ins Verborgene sieht, ...). Unsere Angst schafft der iG des AT, der ins NT – und hier vornehmlich in der Offenbarung nach Johannes auf Patmos, der viel von Daniel, und anderen -  für uns Heutigen -  "Horrorerzählern“ (für die Israelis damals Mutmach-, Hoffnungsgeschichten, die man in jedem Volk finden kann) übernommen wurde, nicht aus unseren Köpfen, dabei könnte es anders sein. Das hat Jesus gelebt, die Zuwendung zum Nächsten; die Liebe bewirkt weit mehr als viele Worte und Ermahnungen (Paulus). Vielleicht sollten wir Menschen uns mehr der Betrachtung der dunklen Seite unseres Lebens zuwenden – ins Kämmerlein gehen – und diese klar benennen, um damit umgehen zu können? Schuld trennt, Selbsterkenntnis tut weh, doch Heilung ist möglich – auch in Beziehungen.  

Seitdem die Gesellschaft – und hier hat zum Glück, die Aufklärung den größten Anteil – Gott infrage gestellt, bzw. abgeschafft hat, fehlt ein Korrektiv und das ist unsere Seele, unser Gewissen, welches immer mehr verkümmert, (Materialismus, Egoismus). Dann gäbe es vielleicht keine weltweite Krise.  Nicht Gesellschaftsspiele wie Fußball, Theater, Events, etc. lösen unsere gesellschaftlichen Probleme der Isolation und des Misstrauens, sondern –"...dein Vater, der ins Verborgene sieht, ..." – unsere Selbstprüfung und Selbstfindung, Verantwortung im Hier und Jetzt. (Matth. 6 V. 6)

Wir können aus dem NT sehen, wie schnell "Halleluja-Schreier" (Johannes, Kap. 12 V. 13) ,der Schwarm sich auflöste und am Kreuz wo die Schriftgelehrten Jesu gerne hängen sahen, als Gaffer wieder zu finden waren (Lukas Kap.23 V. 27). Wogegen das Individuum gut beraten ist, sein Wissen und seine Überzeugungen immer infrage zu stellen; zumindest dann, wenn das Wissen vom Nächsten infrage gestellt wird. 

Ich schrieb beide Verfasser (<Die Entstehung der Bibel>) an, Jens Schröter und Conrad Schmid beide Professoren der Theologie, schickte ihnen "Meine Gedanken", ob ich sie mit dem israelischen Gott (iG) richtig verstanden hätte. Conrad Schmid antwortete, er sei Neutestamentler – obwohl die Aussage Jesu im NT zu finden ist –, ich müsse Jens Schröter dazu fragen. Diesen schrieb ich zweimal an und warte noch heute auf seine Antwort. 

Dann wandte ich mich an die hiesigen Theologen, mit der Frage nach dem Bruch in Matth. 9 zwischen Vers 14 bis 17.  Ein Prof. meinte: "Do musch`d Jesus froge"; hätte ich gesagt, "ER hat es mir offenbart" obwohl es meine Vernunft war, hätte man mich für abgehoben, nicht zurechnungsfähig oder einen Fall der Psychiatrie erklärt. Und als ich ihn schriftlich noch mehrmals mit verschiedenen Argumenten befragte und er mir auf keinen meiner Briefe antwortete, rief ich ihn an, worauf er sich die   Belästigung höflichst verbat. Eine Pfarrerin meinte, das sei zu komplex und müsse im Gespräch geklärt werden, wobei sie bei der ewig gleichen Antwort blieb; es betrifft die vielen Gebote des AT - die doch durch den iG kamen.  Ein Schuldekan war der Ansicht, jeder glaubt, was er glauben kann bzw. will. Keiner wollte sich schriftlich äußern. Außer einem Theologen und Psychoanalytiker, der von den "Schriftgelehrten und Pharisäern" aus der Kirche verbannt und von deren "Kriegsknechten" verspottet und denunziert wird, Dr. Eugen Drewermann. Er bestätigte meine Annahme mit dem iG. <Die Kirche sollte die Einzelnen gottunmittelbar werden lassen und ihnen nicht in eigener Macht und Größe den Weg versperren, den iG hat die Kirche in verschlimmertem Zustand wieder eingeführt>.  Die Kirche hat es verstanden, ihre Mitglieder zu immunisieren, gegen jeden Zweifel und jede Nachfrage. Der Text des Apostolischen Glaubensbekenntnises: “...ER sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird ER kommen, zu richten die Lebenden und die Toten....“ ist die Zuchtrute ohne Wirkung, erst kurz vor dem Ende des „Christen“ zeigt sie Wirkung.

 "Gott" ist nicht, der nach dem Tod uns richten wird, sondern der Schöpfer und die Evolution – z. T. vom Menschen verursacht -  hat das daraus gemacht, was wir heute sehen. 

Ein Leben nach dem Tod   gehört ins Reich der Fantasie, das sind Angstmachgeschichten, die nichts mit dem Schöpfer zu   tun haben, profitables Menschenwerk! An den Anfängen der Menschheit aus Angst entstanden, hat iG   heute keine Wirkkraft mehr, aber die Kirchen halten an IHM fest, als Tröster vor der Angst, die von   denselben gestreut wurde.  Die Erklärung Gottes als gnädigen Gott durch Martin Luther befreite die Menschen, führte aber langfristig zu mehr Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Gewissen.

Es ist eigenartig, wie Religion von den Mächtigen benutzt wird, schlimmer, die Religion sich benutzen lässt. In einer Demokratie wird „Gott“ als gütig und gnädig angesehen.  Wechselt die   Regierungsform in Diktatur wird "Gott" ein strafender und richtender. < Dein Vater, der ins Verborgene sieht, ...> könnte Akt III zur erfolgversprechenden Zeitenwende verhelfen, dank Jesu Leben.

 Das Paradoxe an Religion ist, dass deren Vertreter über einen „unbekannten Gott“ sprechen, von dem sie nichts wissen, und diese Informationen als glaubwürdig verkaufen. Am überraschendsten ist, dass sowohl kluge als auch weniger kluge Menschen dies einfach akzeptieren (glauben).  "Wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den wir vor Gott haben......."? Wer kann das verstehen, doch nur Menschen mit einem schlechten Gewissen, das wiederum mit von den Kirchen eingeredet wird.  Unsere Glaubwürdigkeit, Vertrauen prägt unser Zusammenleben und unsere Verträglichkeit miteinander.  Das ist unser Gewissen, welches nicht nur eine Eigenverantwortung, sondern eine gesellschaftliche hat. Und dass diese Eigenverantwortung von der Religion noch heute in Besitz genommen wird, ist unverantwortlich (z.B. Beichte). Die Antworten machen die Theologie verdächtig, schließlich geht es um Berufssicherheit und Besitz. Aber Ausweichmöglichkeiten gibt es zuhauf. Sowohl Ärzte als auch Lehrer leiden unter Nachwuchsmangel, was zu einem alarmierenden Notstand führt. Es wäre nicht zu rechtfertigen, würde der Berufsstand der Pfarrer: innen weiterhin nutzlos für die Gesellschaft eingesetzt werden.

Im religiösen Denken sollten wir aus dem Steinzeitalter, dem infantilen Denken schnellstens in die Gegenwart kommen, für Philosophie bleibt genügend Spielraum

 Religion bedient sich der Transzendenz,  ist nicht diskutabel, sondern führt zu Streit und Krieg.

Alle Weltreiche sind nach mehr oder weniger langer Dauer vergangen, vielleicht demnächst auch das "Gottesreich", (Matthäus 12 Vers 25).  Ein Prof. hat nach einem  Gottesdienst gemeint, Kirche wird sich in Zukunft wohl in Hauskreisen wieder finden. 

Jesus soll gesagt haben, (Johannes18 Vers 36) : "Mein Reich ist nicht von dieser Welt“, wie wahr!  Innerer Frieden durch Wahrhaftigkeit, Liebe und Zuwendung bereichert nicht nur uns selbst, sondern wirkt positiv auf unseren Nächsten.

Udo Quarz

Schlösslesweg 33

71640 Ludwigsburg  

mail: udo-quarz@t-online.de

Ich möchte allen Theologen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, die mich durch ihr Schweigen auf diesem Weg begleitet haben.
 

 Jedes Volk der Urreligionen hat mehr Ehrfurcht vor seinen Göttern, was sich in der Wahrung der Schöpfung zeigt,  als unsere kultivierte Gesellschaft, vor allem die "Christen!, die ihrem unbekanntem  Gott° sogar noch vorschreiben, dass er am Ende gnädig zu sein hat, trotz aller Gerechtigkeit, die man IHM – im eigenen Interesse -  nicht abstreiten will.

Und diese Furchtlosigkeit wurde ja den Hirten auf dem Felde schon mitgeteilt, (<Fürchtet euch nicht!>).

Das einzige was ich nicht verstehe ist, dass Gott (iG) erst "mitten" in der Geschichte Israels sich besonnen hat, seinen Sohn zu schicken, womit die Gnadenzeit begann, welche die meisten "Christen" gnadenlos (zur eigenen Ehre und Vorteil) ausgenutzt haben. Worte wie "belanglos", "beliebig" und "gleichgültig" finden hier ihre Anwendung ohne schlechtem Gewissen.

° nur den Israeliten bekannt und von waisen Religiösen in das NT übernommen, z. Zt. testen die Ultras in Israel ihren Gott und wollen damit siegen? Vielleicht mit Hilfe ihres Messias (Donald Trump).

 

 Gedanken zu Gott, Bibel und Kirche:

 

 Konrad Schmid, Jens Schröter <Die Entstehung der Bibel> C. H. Beck

  "Die Bibel versammelt ganz unterschiedliche Schriften aus über tausend Jahren
  und wirkt doch wie ein Buch. Die Autoren erklären, wie aus alten
  Erzählungen, Liedern, Weisheitssprüchen und Gesetzen, aus Briefen an
  frühchristliche Gemeinden und Erzählungen über Jesus in einem langen
  Prozess heilige Schriften für Juden und Christen hervorgingen".

André Gidé  < Die Pastoralsymphonie.  Erzählung>  Ph. Reclam Junior  Stuttgart

Ich suche im ganzen  Evangelium vergebens nach einem Gebot, einer Drohung, einem Verbot …das alles kommt von Sankt Paulus“. Und dass er es gerade in Christi Worten nicht wiederfindet, bringt Jakob (seinen Sohn) in Verlegenheit. Seelen wie die seine halten sich für verloren, sobald sie nicht mehr die Nähe eines Vormunds, eines Geländers, einer Schutzwand um sich fühlen. …….  „Aber Vater“, sagt er mir,  „auch ich will das Glück der Seelen.“ „Nein mein Freund, du willst ihre Unterwerfung.“  „In der Unterwerfung beruht ja das Glück“.  …ich weiß wohl, dass man das Glück gefährdet, wenn man es durch das zu erreichen versucht, worin im Gegenteil erst seine Wirkung besteht. Und wenn es auch wahr ist, dass die liebende Seele sich ihrer freiwilligen Unterwerfung freut, so läuft doch nichts dem Glück mehr zuwider, als eine Unterwerfung ohne Liebe.“ 

  Erich Fromm <Das Christus-Dogma und andere Essays> Deutsche Verlagsanstalt

  "Die kath. Kirche hat sich an die Gebildeten gewandt und versuchte,
  ihnen das Christentum als höchste Philosophie darzustellen. Sie haben
  damit das Christentum rational gemacht und es auf eine Formel gebracht,
  die dem Commonsense aller ernst Denkenden und Vernünftigen des Zeitalters
  entsprach […].

  Manfred Köhnlein <Ecce homo> Ernst Kaufmann Verlag

  "Die Kirchen haben Jesu Engagement weitgehend in Lehrsätze versteinert, die
  Theologie hat es in Textarten und -schichten zerlegt. Lässt sich trotzdem
  heute noch nacherleben, wie Jesus von Nazareth Beziehungen gestaltete, wie
  er sich beispielhaft zu Angehörigen, Freunden, Patienten, Fremden, Gegnern
  verhielt?"

 Eugen Drewermann <Die Botschaft der Frauen> Das Wissen der Liebe

  Walter Verlag Olten u. Freiburg i. B.

  "Der heute aktuelle Theologe stellt die Theologie wieder vom Kopf auf die Füße und versucht alle erstarrten Fronten zu durchbrechen".

 <Zum Glauben und Wissen> Internet (You tube)
  "Mit dem Wort "Gott" kann alles gemeint sein, woran ein Mensch sein Herz
  hängt. Begriffe, die gut bezeichnen können, was Gott ist (oder doch sein
  sollte) sind die durch und durch menschlichen Worte Wahrheit und Liebe.  Ein bewiesener Gott ist kein Gott, sondern ein Gedankending, das wir uns selbst geschaffen haben.  Wenn Jesus Kranken Heilung zuspricht und sagt: „Dein Glaube hat dir geholfen“, bedeutet das, dass ihr Vertrauen ihre Angst überwunden hat. Dieses angstüberwindende Vertrauen nennt Jesus „Glaube“.

  Shalom Ben-Chorin
  <Jesus Bruder nicht Messias>

  "Der "Glaube" Jesu einigt, aber der Glaube an Jesus trennt. Bei
  Jesus lässt sich eine deutliche Verinnerlichung des Gesetzes erkennen,
  wobei die Nächstenliebe zentral und das motorische Element ist."

    Kurt Marti <O Gott! Lachen, Weinen, Lieben> Im Radius-Verlag 1995>

   "Auch der christliche Glaube sieht sich nun, da der globale Markt triumphiert
  und sämtliche Lebensbereiche verändert, vielfältig vermehrter Konkurrenz
  ausgesetzt und muss versuchen, sich im kunterbunten Wettbewerb religiöser
  Angebote zu behaupten. Großzügig verheißt dieser Sinn-Markt, alle
  subjektiven Bedürfnisse mit der jeweils passenden und sozusagen
  maßgeschneiderten Religiosität oder Spiritualität versorgen zu können.
  Subjektive Beliebigkeit hier, autoritäre Fremdbestimmung dort – wo aber
  steht ein Glaube, der auf biblische und jesuanische Weisungen zu hören
  versucht? Er steht nicht, dieser Glaube, er geht Die Bibel ist kein Standpunkt, sie bringt uns auf einen Weg, der den erwähnten    Zeitströmungen nicht folgt, sie vielmehr durchquert. Insofern sind ‘Christen’ Quergänger, Querläufer. Sie bleiben weder bei ihren subjektiv-religiösen  Bedürfnissen stehen, noch liefern sie sich einer Autorität oder einem  Kollektiv aus. Sie ahnen, dass jede Gemeinschaft kritische Solidarität,  ebenso aber unentwegte Offenheit braucht jenen gegenüber, die nicht dazugehören." 

  Jan Roß <Die Verteidigung des Menschen, Warum Gott gebraucht, wird>  Rowohlt Verlag

  " Die Enge im Namen des Glaubens gibt es, genauso wie  es den Terror im Namen des Glaubens gibt und beide sind schrecklich.   Aber in ihrem Wesen, als menschliches Grundbedürfnis, ist Religion nicht   Beschränktheit, sondern Weisheit"  

  1. M. Dostojewskij <Die Brüder Karamasow>

  " Es gibt keine Tugend, wenn es keine Unsterblichkeit gibt." S. 98

 

 Gerd Burzan <Wege die ich ging> „Gott und die Welt“

 

 Die Bibel <Sprüche, Kapitel 18 Vers 17>
  ein jeder hat zuerst in seiner Sache recht; kommt aber der andere zu  Wort, so findet sich`s ...

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